16. Januar 2017

TSG Calbe besiegt den HSV Magdeburg mit 32:23

Von Franziska Herz

Calbe l Geradezu „Easy“ ging es für die Handballer der TSG Calbe in das erste Heimspiel nach der Pause. Denn gegen den HSV Magdeburg stand René Hulha wieder mit auf der Platte und unterstützte sein Team, das mit 32:23 (17:11) einen weiteren Erfolg in heimischer Halle verbuchte und in der Sachsen-Anhalt-Liga nun auf dem 4. Platz steht. „Dein Tag – dein Spiel – dein Erfolgserlebnis“, schallte die Stimme von Mannschaftsbetreuer Torsten Sowa durch die Halle, der sich das Mikrofon schnappte und Hulha – fast besser als „Easy“ bekannt ist – ‚Willkommen zurück‘ hieß. 14 Monate fiel Hulha nach einem Kreuzbandriss bei Spielen aus. Seit drei Wochen ist er wieder im Mannschaftstraining involviert. Und „die Mannschaft hat mich nicht vergessen“, freute er sich und strahlte dabei über das ganze Gesicht. Auch TSG-Trainer Andreas Wiese sprach bereits vor der Begegnung von einem emotionalen Spiel, sollte Hulha Einsatzzeit bekommen. Und so war es dann auch. Als der Handballer in der 42. Minute erstmalig auflief, tönten die Tröten und Trommeln der Fans besonders laut. Ein Treffer von ihm war dieses Mal zwar noch nicht dabei, aber darauf kam es auch nicht an. Der Coach betont trotzdem: „Dass Easy zurück ist, ist für die Mannschaft extrem wichtig. Er gehört zu den Erfahrenen. Er kann den Ball an seine Mitspieler weiterleiten und bringt die nötige Ruhe hinein.“

 

Nach 14 Monaten Spielpause stand René „Easy“ Hulha (r.) von der TSG Calbe wieder für seine Farben auf dem Parkett. Die Mannschaft gewann mit 32:23. Foto: Franziska Herz

Nach 14 Monaten Spielpause stand René „Easy“ Hulha (r.) von der TSG Calbe wieder für seine Farben auf dem Parkett. Die Mannschaft gewann mit 32:23. Foto: Franziska Herz

 

Aber nicht nur die Rückkehr Hulhas ist bemerkenswert. Die gezeigte Teamleistung war es ebenfalls. Wiese lobte: „Wir hatten eine aggressive Deckung. Und inzwischen schaffen wir es auch, über die Außen und Kreisläufer die meisten Tore zu werfen. Wir haben unsere Hausaufgabe gemacht.“ Was sich von Beginn an auch zeigte. Der HSV konnte erst in der achten Minute seinen ersten Treffer markieren (1:3). Auch Michael Jahns, vor dem der Trainer zuvor aufgrund seiner Erfahrungen noch gewarnt hatte, hatte die TSG im Griff und setzte sich mit 17:11 zur Pause bereits deutlich ab. Und weil die Mannschaft als solche wichtig ist und jeder der Handballer seine Einsatzzeit bekommen sollte, wechselte Wiese, der auf einen breiten Kader zurückgreifen konnte, stetig durch. „Das war vielleicht für die Zuschauer nicht so attraktiv, aber für die Spieler ist das wichtig.“ Zwar konnten die Gäste die Situation ein wenig für sich ausnutzen, kamen beim 16:19 und 17:20 (39., 40.) noch einmal auf drei Tore heran, doch das störte den Trainer wenig. „Ich bin sehr zufrieden. Es war ein guter Tag.“ Und spätestens als Christoph Borzucki zum 30:21 traf und beim 31:21 (56.) den zehn-Zähler-Vorsprung markierte, dürfte auch der letzte Fan wieder in Siegerlaune gewesen sein. Mit dem 32:23-Endstand feierten die Calbenser einen weiteren Heimerfolg.

Andreas Wiese hat bereits die nächste Aufgabe am Freitag im Blick. Dann ist die TSG ab 20.30 Uhr beim SV Eiche Beideritz zu Gast. Und Easy? Er wird das Gefühl genossen haben, wieder angekommen zu sein. „Das Bier wird heute besonders gut schmecken“, rief er noch grinsend über die Schulter.

TSG Calbe: Wiederhold, Krautwald –  Barby (1), Krause (2), Gieraths (2), Hulha, Lück (4), Rätzel (1), Ilgenstein (1), Schwarz (5), Borzucki (5), Weiß (6), Kralik (5)

Siebenmeter: TSG 3/3   –   HSV 5/3

Zeitstrafen: TSG 3  –  HSV 5

Quelle: Volksstimme vom 16.01.2017

Dieser Artikel wurde am 16.Januar 2017 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Männer, Spielberichte abgelegt. (aktualisiert: 16.Januar 2017)


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