Ein perfekter Saisonabschluss
Die TSG Calbe schlägt BSG Aktivist Gräfenhainichen 28:23 (15:12)
Von Tilman Treue
Calbe. Mit einem mitreißenden Saisonfinale verabschiedeten sich die Oberliga-Handballerinnen der TSG Calbe aus der Saison. Mit dem 28:23 (15:12)-Sieg gegen die BSG Aktivist Gräfenhainichen stehen am Ende 19 Punkte auf der Habenseite, für TSG-Trainer Frank Falke etwas, auf das man mit Blick auf die Ausgangssituation Stolz sein kann.
Beide Teams gingen hoch motiviert in die Partie, kämpften um jeden Ball und schenkten sich vor allem in der Abwehr nichts. Bis zum 5:7 (11.) schienen die Gäste den besseren Start erwischt zu haben, doch dann legten die Saalestädterinnen richtig los. Michelle Feilhaber, Kristin Sroka und Jolina Wolke ließen mit ihren Toren keinen Zweifel an den Ambitionen ihres Teams und so stand es gut acht Minuten später 12:7. Besonders die Abwehr leistete in dieser Phase Schwerstarbeit. „Gegen Gräfenhainichen zu verteidigen heißt, gegen jede einzelne Spielerin zu verteidigen“, unterstrich Falke, „das kostet unheimlich Aufwand und wie die Frauen das heute gemacht haben, war Sahne.“
Nach dem Seitenwechsel zog die TSG angeführt von Pauline Urban im Aufbau dann endgültig alle Register. „Aus der Deckung heraus haben wir aggressiv nach vorn gespielt, das Tempo in die 1. und 2. Welle mitgenommen und uns mit leichten Toren belohnt“, freute sich der Trainer über den starken Lauf zum 20:12 (37.), bei dem wirklich alles klappte, von der Zuarbeit ohne Ball über sichere Abschlüsse bis zum Rückhalt durch Pia Grabitzki im Tor. „Leider haben wir es nicht geschafft, das Selbstbewusstsein und den Tiefendruck aus dieser Phase noch mehr mitzunehmen“, räumte Co-Trainer Lutz Dohmke ein, denn der Spielfluss geriet ins Stocken. Gräfenhainichen sog aus jeder vergebenen Chance Kraft und verkürzte auf 21:23 (55.). „Das war eine kritische Phase, aber man muss sagen, dass sie sich da allein wieder herausgekämpft haben“, lobte Dohmke den Willen und Zusammenhalt im Team, das sich selbst in eine Schlussphase nach Maß pushte. Wie schon am Anfang der zweiten Hälfte überzeugte das Team auf allen Positionen, brachte den Ball schnell wieder nach vorn und sicher im Tor unter.
Am Ende steht ein verdienter Sieg, aus dem Falke viel Positives mitnimmt: „Ja, es gab auch ein Hoch und Runter, aber im Gros haben wir das Spiel bestimmt. Wir haben aus dem eigenen Halbfeld heraus agiert und das Tempo nach vorn hochgehalten“, lobte er, „Hut ab vor den Damen, dass sie das heute durchgekämpft haben.“
TSG Calbe: Pia Grabitzki – Romy Engelmann, Michelle Feilhaber (7), Fritzi Herzig (2), Tabea Linkohr, Elisa Mennecke (1), Daisy Richter (1/1), Lisa Schmidt (1), Kristin Sroka (5/2), Pauline Urban (7), Joline Wolke (4)
Siebenmeter: Calbe 8/3 – Gräfenhainichen 9/6
Zeitstrafen: Calbe 4 – Gräfenhainichen 3

Dieser Artikel wurde am 12.Mai 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Frauen, Spielberichte abgelegt. (aktualisiert: 12.Mai 2026)







