17. Mai 2015

Saison eigentlich mehr als zwei Spiele

Der Blick auf die Abschlusstabelle der Sachsen-Anhalt-Liga der Handballfrauen lässt es zweifelsfrei erahnen: Es war mehr drin. Mit zwei Punkten Rückstand auf den Tabellenvierten Dessau-Roßlau und punktgleich mit dem Tabellenfünften Magdeburger SV 90 belegen die Calbenser Handballerinnen in der Saison 2014/2015 den sechsten Tabellenrang.

Frauen_Mannschaftsfoto_Saison 2014-2015

Die Frauenmannschaft der TSG Calbe mit (v. l.): Betreuerin Christina Falke, Lisa-Marie Prokop, Antje Schreiber, Josephine Wurbs, Stefanie Hüls, Kristin Sroka, Alexandra Baier, Trainer Ralf Bertram, Elisa Mennecke, Trainerin Annett Schroeter, Josephine Suchan, Alicia Sophie Gröst, Mandy Wenzel, Marie Zilke, Lisann Rust, Sophia Rust, Laura Schmidt und Physiotherapeutin Doris Müller. | Foto: Verein

Insbesondere die beiden Duelle gegen den Magdeburger Tabellennachbarn können dabei stellvertretend für den gesamten Saisonverlauf herangezogen werden.

Nach dem Abstieg aus der Mitteldeutschen Oberliga und dem notwendigen Umbruch im Spielerkader musste sich das Gerüst der Mannschaft insbesondere spielerisch erst finden. Bereits am zweiten Spieltag stand das Heimspiel gegen den MSV 90 auf dem Plan und eben jene Findungsphase war zu dieser Zeit noch sehr stark zu spüren. Wenig überzeugend im Zusammenspiel in Abwehr und Angriff war es vor allem die hervorragende Einsatzbereitschaft, die das Spiel bis zum Schlusspfiff spannend hielt. Am Ende siegten die Gäste aufgrund ihrer deutlich größeren Erfahrung denkbar knapp mit 28:29. Ein erster Tiefschlag in der Saison, der aber gleichsam einen Startpunkt darstellte. In der Folge zeigte sich unter dem neuen Trainergespann Annett Schroeter und Ralf Bertram eine positive Entwicklung, die sich unter anderem in ansehnlichen Heimsiegen wiederspiegelte.

Nahezu perfekt eingespielt mit schwungvollen Angriffen und einer sehr aufmerksamen Deckungsarbeit präsentierten sich die Calbenserinnen im Rückspiel bei den Frauen des Magdeburger SV 90. Mit einer hohen Halbzeitführung im Rücken offenbarte sich jedoch das Problem der fehlenden Konstanz, die man einer jungen Mannschaft wohl auch zugestehen muss. Die Führung schmolz nach und nach zusammen, sodass es eine Minute vor Schluss wiederrum unentschieden stand. Nachdem Kristin Sroka jedoch den vielumjubelten Siegtreffer erzielte, folgte ein weiteres „Saisonproblem“ der TSG. Denn dieser Treffer wurde unverständlicher Weise vom Schiedsrichtergespann zurückgepfiffen, völlig konsterniert kassierten die Calbenserinnen sogar noch auf der Gegenseite den Treffer zur 32:33-Niederlage. Doch erneut bildete dieser Tiefschlag den Startpunkt für eine überzeugende Rückrunde, in der die TSG mehrfach in der Hegersporthalle für Jubelstürme sorgte. Den Schlusspunkt setzte jedoch das Derby gegen Lok Schönebeck, erneut die letzte Spielsituation, erneut unentschieden, erneut ist Kristin Sroka erfolgreich und erneut ein in diesem Fall skandalöser Schiedsrichterpfiff, der das Unentschieden besiegelte.

Rückblickend auf die gesamte Saison wurden die beiden stellvertretenden Spiele zwar jeweils verloren, insgesamt jedoch wird die Saison 2014/2015 mit Sicherheit positiv in Erinnerung bleiben. Mit den überwiegend spielerisch erfrischenden Auftritten hätten die Calbenser Handballerinnen den vierten Platz verdient, um somit gleichsam das Maximale zu erreichen.

Dieser Artikel wurde am 17.Mai 2015 von Stefan Lenhart veröffentlicht und wurde unter Frauen, Spielberichte abgelegt. (aktualisiert: 17.Mai 2015)


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