15. April 2026

Gewinn der Bezirksmeisterschaft im Final Four

Calbe/TTR. Das Saisonende wirft für die Nachwuchshandballer der TSG Calbe seine Schatten längst voraus. Die männliche E-Jugend erlebte mit dem Final Four einen ersten Höhepunkt und krönte eine ausgezeichnete Saison mit dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft. Die weibliche D-Jugend verlor ihr letztes Saisonspiel in der Staffel 2 der Bezirksoberliga beim TSV Wefensleben mit 29:31 (15:15) und schloss mit dem zweiten Platz ab.

 

Final Four der männlichen E-Jugend in Oschersleben

„Es ist nach wie vor einfach unfassbar“, sorgte der Bezirksmeistertitel auch zwei Tage danach noch für Gänsehaut bei TSG-Trainer Nils Rätzel. In einem gut organisierten Final Four trafen die vier besten E-Jugend-Teams des Spielbezirks in Oschersleben aufeinander.

Zunächst ging es für Calbe gegen die HSG Börde auf die Platte, ein Gegner aus der anderen Staffel und damit für die Jungen bisher unbekannt. „Wir wollten uns von vornherein auf uns konzentrieren und haben es auch souverän gelöst“, zeigte sich der Trainer zufrieden. Lief es zunächst noch ausgeglichen, setzte sich die TSG ab der Mitte der ersten Hälfte kontinuierlich ab und hatte bereits zur Halbzeit (17:9) die Weichen gestellt. „Wir haben gut verteidigt und die Chancen, die sich geboten haben, konsequent genutzt“, so der Trainer, der recht frühzeitig durchwechseln konnte. Das war wichtig, um einerseits Kräfte für das Finale zu schonen, aber andererseits auch allen im Team die Möglichkeit zu geben, sich an diesem Tag einzubringen.

Im Finale stand den Saalestädtern mit dem SV Wacker 09 Westeregeln ein guter Bekannter gegenüber. „Es war jedem klar, was uns erwartet“, so Rätzel, der ebenso wie seine Trainerkollegen Steve Daniel und Nicole Hulha niemanden für diese Partie motivieren musste. Von Beginn an ging es intensiv zur Sache. „Beide Mannschaften spielen auf ähnlichem Niveau“, erkannte er auch die Stärke des Gegners an. Dennoch zeigte sich, dass die TSG an diesem Tag das glücklichere Händchen hatte und mit 11:6 (12.) einen wichtigen Zwischenschritt markierte. Doch Westeregeln war weit davon entfernt sich zu ergeben, nutzte eine schwächere Phase für sich und glich schließlich aus (22:22, 25.). Was nun folgte, war Kampfgeist pur. Auf beiden Seiten machte sich der lange Spieltag bemerkbar. „Das wirkte teilweise zerfahren, die Fehler häuften sich“, beobachtete Rätzel. „Auch hier waren es Nuancen, die den Unterschied machten, und beide Teams lagen absolut auf Augenhöhe“, unterstrich der Trainer. Ob es zum Schluss hin der etwas größere Willen war oder die starken Paraden waren, bleibt Spekulation und ging ohnehin im Jubel unter.

„Wir sind als Trainerteam unglaublich stolz, was die Jungs die Saison über geleistet haben“, unterstrich Rätzel und ergänzte lächelnd, „so was plant man ja nicht.“ Sein Dank geht zudem an die Fans, die im Bewos-Sportpark für wahre Heimspielatmosphäre gesorgt haben. „Sie haben eine super Mannschaftsleistung dieses tollen Teams gesehen“, lobte er. Denn auch wenn Karl Kralik und Oskar Rätzel in der Torstatistik herausragen, gehört der 34:33-Sieg dem gesamten Team, das in der Abwehr kämpfte und in der Offensive füreinander spielte.

TSG Calbe (zwei Spiele): Carlo Franke, Lio Groß – Luis Busse (4), Lio Daniel (3), Emilian Eiling, Carlos Hulha (7), Pepe Hulha, Severino Koch (1), Karl Kralik (21/1), Hannes Müller, Oskar Rätzel (25/2), Ben Reinl, Pepe Volkland, Emil Wenzel (4), Phil Wiederhold

 

Bezirksoberliga, wJC, TSG Calbe – SG Lok Schönebeck 29:28 (15:17)

Zoey Leps strahlte nach dem heiß umkämpften 29:28 (15:17)-Sieg der Calbenser C-Mädchen gegen die SG Lok Schönebeck ganz besonders. Einen Wimpernschlag vor dem Schlusspfiff hatte sie in der knüppelvollen Halle den entscheidenden Treffer gelandet. „Dieses Spiel war hoch emotional und sehr kämpferisch“, resümierte TSG-Trainerin Marina Sroka und zeigte sich stolz auf ihr Team, „egal, wer auf der Platte stand, jede hat alles für den Sieg gegeben.“ In der Anfangsphase hatte zunächst Schönebeck die Nase vorn. Die Elbestädterinnen nutzten ihre Chancen konsequent und zogen bis auf 9:4 (12.) davon. „Wir haben viele Chancen liegen lassen und auch die Abwehr stand phasenweise nicht so stabil, wie wir uns das vorgenommen hatten“, räumte Sroka ein. Doch die TSG-Mädchen standen zusammen und arbeiteten sich gegen die recht körperlich agierenden Gegnerinnen in die Partie. Mit drei Treffern in 65 Sekunden holte Marie Pape die Führung zum 24:22 (41.) und läutete damit die Crunchtime ein. Vor einer für ein C-Jugend-Spiel beeindruckenden Fankulisse schenkten sich beide Teams nichts. Der letzte Treffer gehörte aber den Saalestädterinnen, die nun gespannt auf die Ergebnisse der Gegnerinnen vom nächsten Wochenende schauen. Erst dann steht die Platzierung fest.

TSG Calbe: Selina Giehle, Heera Heim – Maileen Clemens, Malia Erdmann, Hanna Friedrich, Leonie Heine (1), Zoey Leps (3), Luisa Lorenz (5), Marie Pape (8), Lina Ruhe (4), Mara Schmidt (2), Leni Sündermann, Hanna Werder, Kim Wünsch, Paula Wunderling (6/2)

Die weibliche C- Jugend bedankt sich bei der Firma- Reifenhandel Heine Staßfurt Brumby -für die gesponsorten Trainingsjacken.

Dieser Artikel wurde am 15.April 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Nachwuchs, Spielberichte abgelegt. (aktualisiert: 15.April 2026)


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