21. April 2026

Bis zur letzten Sekunde alles gegeben

Calbe verliert nur knapp.

Calbe/TTR. So richtig nach Niederlage fühlte sich das 25:26 (16:12) der Oberliga-Handballerinnen der TSG Calbe gegen den Jessener SV 53 nicht an. „Wir haben uns heute bis auf die eine oder andere ausgelassene Chance nichts vorzuwerfen“, resümierte Calbes Co-Trainer Lutz Dohmke zufrieden. Vor allem der Auftritt seines Teams unterschied sich spürbar von der deftigen 21:32-Pleite in Jessen, aber auch der langen Durststrecke im März. „Die Einstellung hat gestimmt, jede hat auf ihrer Position gekämpft und versucht das beste herauszuholen“, erkannte er an. Lobende Worte fand er vor allem für die Abwehr, die sehr gut agierte und die Gegnerinnen schließlich bei nur 26 Toren hielt.

Beide Teams lieferten sich von Beginn an ein engagiertes und sehenswertes Spiel. Kurze Ausreißer wurden stets wieder eingefangen und doch gelang es den Saalestädterinnen in der Schlussphase der ersten Hälfte eine 16:12-Pausenführung herauszuarbeiten. „In der zweiten Halbzeit mussten wir anfangen, auf einzelnen Positionen zu wechseln um auch mal Spielerinnen eine Pause geben zu können“, räumte Dohmke ein, „leider sind wir noch nicht so weit, dass wir das überall adäquat ersetzen können.“ Dazu kam, dass in dieser Phase auch die Chancenverwertung schwächelte, so dass Jessen beim 17:17 (37.) ausglich. Der Favorit begann ins Rollen zu kommen, doch Calbe stemmte sich mit aller Kraft dagegen, wie der Co-Trainer betonte: „Da hat sich niemand aufgegeben, sondern die Köpfe oben behalten und bis zum Schluss gekämpft.“ Gut zwei Minuten vor Schluss stand es vorentscheidend 23:26, doch die TSG-Sieben holte sich noch einmal den Anschluss. Zum Ausgleich reichte es dann aber nicht mehr.

„Es ist sicherlich schade, aber mehr war heute nicht drin“, fasste Dohmke zusammen. Auch wenn das Ergebnis zunächst ärgerlich stimmte, stand für ihn vor allem die Entwicklung im Vordergrund und die Art und Weise, wie sich das Team im vorletzten Heimspiel präsentierte. „Und das hat beides gestimmt.“

TSG Calbe: Pia Grabitzki, Josephin Hecker – Romy Engelmann, Michelle Feilhaber (6), Fritzi Herzig, Tabea Linkohr, Elisa Mennecke, Daisy Richter (1/1), Lisa Schmidt (4), Greta Sroka (1), Kristin Sroka (7), Pauline Urban (2), Jolina Wolke (4)

Siebenmeter: Calbe 3/1 – Jessen 9/6

Zeitstrafen: Calbe 3 – Jessen 5

Rote Karte: Fritzi Herzig (57., TSG Calbe, 3×2 Minuten)

Dieser Artikel wurde am 21.April 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Frauen, Spielberichte abgelegt. (aktualisiert: 21.April 2026)


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