28. September 2026

Die Belohnung blieb aus

Oberliga, Frauen, Post SV Magdeburg – TSG Calbe 27:24 (14:15)

Magdeburg/Calbe/TTR. Am Ende blieb die Belohnung für die Oberliga-Handballerinnen der TSG Calbe aus und die Punkte beim 27:24 (14:15)-Endstand behielt der Post SV Magdeburg. „Das ist richtig schade und tut weh“, waren sich Calbes Trainer Frank Falke und Lutz Dohmke einig, „wir haben Post in der Abwehr einen wirklich harten Kampf geliefert, waren letztlich aber nicht stabil genug, so dass sich die Frauen dafür nicht belohnen konnten.“

Den besseren Start erwischte eindeutig die TSG. „Es gab einen Matchplan und den haben wir am Anfang auch sehr gut umgesetzt“, lobte Falke, „der Ball wurde gut gespielt und im Rückzug bei Post das Tempo zuverlässig herausgenommen.“ Folgerichtig lagen die Saalestädterinnen 11:6 (16.) in Führung und hatten eine gute Basis für die Partie gefunden. „Wir verpassen es dann aber, noch mehr Augenmerk auf den Ball zu legen, wollen zu früh zu viel“, umriss der Trainer die folgender Phase, in der das Spiel zwar nicht kippte, der Gegner aber zusehends seinen Lauf fand. „Beides bedingte sich natürlich“, so Falke, „wir bringen den Ball nicht mehr konzentriert und mit der nötigen Verantwortung nach vorn, machen Fehler, das Selbstbewusstsein geht verloren. Wir haben das Spiel sicherlich nicht aus der Hand gegeben, aber wir waren wie gelähmt.“ Mit einem Tor Vorsprung für die TSG ging es in die Kabinen.

Nach dem Wechsel war es aus Calbenser Sicht vor allem ein Kopfproblem, wie der Trainer analysierte: „Wir haben uns durch die Deckungsumstellung vom Gegner unter Druck setzen lassen. Dadurch ist es nur noch schlecht gelungen, die Mitspielerin einzubinden.“ Post spielte recht unbeirrt sein Spiel weiter und konnte vor allem über die erfahrene Kreis-Aufbau-Achse punkten (19:19, 43.). „Im Innenblock waren wir diesmal nicht stabil genug. Zum einen fehlte ein Anker, zum anderen das Vertrauen, den einen Schritt mehr zu machen und frühzeitig zu agieren.“ Das Hauptproblem lag aber erneut in der Offensive, denn die TSG-Frauen netzten im zweiten Durchgang nur neun Mal ein. „Möglichkeiten für uns waren genug da“, stellte Falke fest, zumal der Gegner nie weiter als drei Tore vorn lag.

„Die Anfangsphase ist uns wirklich gut gelungen“, resümierte der Trainer, „wir müssen jetzt daran arbeiten, diese zu strecken und uns nicht so schnell unterkriegen zu lassen.“ An sein Team gerichtet ergänzte er: „Sie sollten noch viel mehr an sich glauben, denn sie können das.“

TSG Calbe: Josephin Hecker – Svenja Eitze (3), Romy Engelmann, Merle Feilhaber, Michelle Feilhaber (5), Fritzi Herzig (1), Lilly Kauffmann (1/1), Alicia Reek (5/2), Lisa Schmidt (1), Greta Sroka (5), Pauline Urban (2), Jolina Wolke (1)

Siebenmeter: Post SV 2/2 – Calbe 3/3

Zeitstrafen: Post SV 7 – Calbe 3

Rote Karte: Monique Zoll (49., Post SV Magdeburg, 3×2 Minuten)

Dieser Artikel wurde am 28.September 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Aktuell abgelegt.


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