Massiv und Beherzt- aber erst zu spät
TSG Calbe verliert auch beim HCB II
PRITTITZ/CALBE/TZS. Die Stimmung war gemischt in der Kabine der TSG Calbe. Die letzten Minuten des Oberliga-Gastspiels beim HC Burgenland II zeigten, wozu die Saalestädter in der Lage sind. Aus einem SechsTore-Rückstand in der 43. Minute hatten die TSG-Handballer am Ende noch ein 30:31 (11:16) gemacht. Die ersten Punkte der neuen Saison brachte das allerdings nicht ein. „Auf der einen Seite waren wir natürlich enttäuscht, weil wieder ohne Zählbares in den Händen dastanden. Auf der anderen Seite allerdings doch positiv gestimmt, aufgrund dessen, was wir da in den letzten 20 bis 25 Minuten abgerissen haben“, war sich auch Trainer Enrico Lampe nach Abpfiff nicht sicher über die eigene Gemütslage.
Der Grund für die dritte Pleite im dritten Oberliga-Spiel war ohne Zweifel in der ersten Halbzeit zu finden. Calbe hatte große Probleme, mit der offensiven Deckung der HCB-Reserve klarzukommen — und brauchte letztlich zu lange, um für diese die passenden Lösungen zu finden. Wir schaffen es nicht, die nötigen Schlüsse zu ziehen und unser Angriffskonzept dementsprechend einzustellen, was dazu führte, dass wir in den hohen Rückstand geraten sind“, ärgerte sich Lampe Die ersten Minuten der Partie hatten den Calbensern und ihren Fans noch Hoffnung gemacht. Die TSG hatte zwei Möglichkeiten zum 1:0-Konter, wobei allerdings beide Male der Ball nicht beim Mitspieler ankam. „Und nachdem die ersten beiden Bälle weggegangen waren, hatte man das Gefühl, dass ein bisschen die Traute raus war, weiter schnell zu spielen“, beobachtete Lampe. Damit hatte die TSG bis Mitte der zweiten Halbzeit zu kämpfen.
Beim HC Burgenland waren es unterdessen immer die gleichen Spieler, die die Tore warfen. Moritz Zänker traf elfmal, Tobias Kaßler achtmal, Jakob Aumann sechsmal. Die vor Anpfiff prophezeiten Zweikämpfe gewannen meist die Gastgeber. „Es wurde sehr viel gewühlt und der Rückraum ist immer wieder ins Eins-gegen-Eins gegangen. Deswegen waren es am Ende auch immer wieder die gleichen Jungs, die da zum Torerfolg kamen“, erklärte Lampe.
Erst in den letzten 20 Minuten bekamen seine Spieler das besser in den Griff, standen deutlich massiver im Innenblock, teilwéise so, dass sehr, sehr lange gespielt werden musste, bis es dann überhaupt zum Torerfolg kam. Und wenn Calbe der Ballgewinn gelang, ging es schnell nach vorne. „Nur durch unsere starke Abwehr und das beherzte Offensivspiel war das Comeback möglich“, so der TSG-Coach. Die Krönung blieb aber aus. „Für die nächsten Spiele müssen wir das Tempo über 60 Minuten gehen und nicht erst, wenn wir sechs Tore in Rückstand liegen.“
Calbe: Tim Mark (2), Nils Rätzel, Niklas Zimnick (1), Lieven Rach (1), Julian Bartels, Christoph Borzucki (1), Vincent Daniel Wuwer(5), Nils Meyer (1 Martin Sowa (2), Maximilian Weiß (5), Felix Kralik (4), Leon Dobertin, Kevin Reiske.(8/2)
Siebenmeter. HCB II 4/5 – TSG 2/2
Zeittrafen: HCB II 2 – TSG 3
RK (o.B.): Nils Meyer (37., Calbe)
Dieser Artikel wurde am 22.September 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Männer, Spielberichte abgelegt.



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