Hypothek schlussendlich zu groß
Calbenserinnen unterliegen der SG Lok Schönebeck 24:27 (8:15)
Ausgiebig bejubelten die Sachsen-Anhalt-Liga- Handballerinnen der SG Lok Schönebeck den 27:24 (15:8)-Derbyerfolg bei der TSG Calbe. Bei den Saalestädterinnen gab es indes lange Gesichter, denn das Aufbäumen blieb unbelohnt.
Von Kevin Sager Calbe • Sie konnte sich vor Umarmungen und Glückwünschen kaum retten. Liza Nowicki im Kasten der Sachsen-Anhalt-Liga-Handballerinnen der SG Lok Schönebeck meldete sich vor dem anstehenden Derby gegen die TSG Calbe fit. Ihr Einsatz stand nach einer Coronainfektion lange auf der Kippe. Der Einsatzwille wurde belohnt. Nowicki sorgte vor allem im zweiten Durchgang dafür, dass die Elbestädterinnen ihre 15:8-Halbzeitführung über die Zeit brachten und mit 27:24 gewannen.
„Liza hatte zwar noch leichte Nachwirkungen, doch die Leistung passte. Unsere Abwehr stand allgemein sehr stabil“, beobachtete Lok-Trainerin Nicole Krause. Die Calbenserinnen fanden kaum Mittel und Wege dagegen. „Wir bekommen zudem zu viele Kontertore“, ärgerte sich auf der Gegenseite Ronald Kampe. Als „zu statisch“ sah der TSG- Coach seine Mannschaft agieren und das nutzte Schönebeck aus.
Besserung aus Sicht der Calbenser gab es in Durchgang zwei. Mit Christiane Wilke als Anführerin startete die TSG die Aufholjagd. „Die Deckung stand besser und auch unsere Torhüterin konnte entscheidende Bälle halten“, stellte Kampe fest.

Auf der Gegenseite hingegen riss der Spielfaden. „Ab der 40. Minute ging bei uns gar nichts mehr“, so Krause, die mit ansehen musste, wie der zwischenzeitliche Zehn-Tore- Vorsprung (18:8, 35.) immer weiter schmolz. „Calbe hat sich dann ohne Ball deutlich mehr bewegt und wir haben zu viele Lücken gelassen“, ärgerte sich Krause. Belohnen konnten sich die Calbenser für eine fulminante Schlussphase aber nicht mehr. „In Anbetracht der zweiten Hälfte hätten wir das Spiel so nicht verlieren müssen. Die Einstellung hat auf jeden Fall gestimmt, daher können wir mit dem Auftritt sehr zufrieden sein“, zog Kampe ein positives Fazit. Auch, weil unter anderem mit Sarah Dziallas und Greta Sroka einige Nachwuchsspielerinnen zum ersten Mal in der Liga zum Einsatz kamen.
TSG Calbe: Josephin Hecker, Sophie Wende – Sarah Dziallas (1), Greta Sroka (3), Lisann Rust (1), Christiane Wilke (2), Melanie Thiele (2), Lisa Heinrich (1), Juliane Gaul (6/3), Antje Schreiber (1), Stevie Mittwollen (7/2)
SG Lok Schönebeck: Sophie Süß, Liza Nowicki – Vanessa Goldgraebe, Carolin Gress (3), Vivien Goldgraebe (8/1), Katharina Depta (2), Luisa Bertelmann (1), Steffi Sauer (2), Karin Stagge (4), Nicole Moschner, Jacqueline Roost (1), Ulli Hoffmann (6), Denise Angermann
Siebenmeter: TSG 5/5 – SG Lok 1/4
Zeitstrafen: TSG 3 – SG Lok 3
Quelle Volksstimme 08.03.2022
Dieser Artikel wurde am 08.März 2022 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Frauen, Spielberichte abgelegt.



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