22. Januar 2024

Innenblock und breite Bank machen sich bezahlt

Die Sachsen-Anhalt-Liga-Handballer der TSG Calbe gewinnen nach anfänglichen Schwierigkeiten gegen Haldensleben.

GLINDE/CALBE/KAG. Das Lächeln beim Betreten der Elbe-Sporthal­le in Glinde konnte sich Andreas Wiese nicht verkneifen. Es ist der Ort, an dem Anfang der 2000er- Jahre die Karriere des heutigen Coaches des Handball-Sachsen-Anhalt-Ligisten TSG Calbe so richtig Fahrt aufnahm.

Als Torhüter hat er selbst auf der Platte gestanden, später an der Seitenlinie die ersten Schritte ge­macht. Weil in der heimi­schen Hegersporthalle der Neujahrsempfang der Stadt durchgeführt wurde, wi­chen die Saalestädter aus. „Es war ein schöner Handballtag. Auch viele Fans haben den Weg gefun­den“, resümierte Wiese später. Dabei wäre ihm das Lächeln fast vergangen, denn seine Sieben musste sich augenscheinlich an die Gegebenheiten in Glinde ge­wöhnen. Schlussendlich hatte das „Heimspiel“ aber ein Happy End und Calbe setzte sich gegen den HSV Haldensleben mit 33:26 (15:13) durch.

„Im Endeffekt rettet uns der In­nenblock und die breite Bank die Punkte“, hielt Wiese nach der Par­tie fest. Das sah zu Spielbeginn al­lerdings ganz anders aus. „Wir ha­ben eigentlich nicht schlecht ge­spielt, gehen aber nie in die Tiefe. Wir haben Chancen, nutzten die­se aber nicht, bekommen da­durch keine Sicherheit und tref­fen die falschen Entschei­dungen“, haderte Calbes Coach mit der Leistung. Das nutzte Haldensleben konsequent aus, über­rannte die TSG teilweise und lag nach 13 Minuten mit 7:3 in Führung. „Insge­samt haben wir 18 Fehlwürfe, die Hälfte davon machen wir in Durchgang eins“, wagte Wiese ein Blick in die Statistik.

In der Kabine sprach der Coach mit seiner Mannschaft und alle waren sich einig, es in Durchgang zwei besser zu ma­chen. Die Worte des Trainers fan­den Anklang. „In den zweiten 30 Minuten machen wir es deutlich besser. Wir suchen den Kontakt und gehen viel mehr ins Eins-gegen-Eins. Dadurch bekommen wir die gegnerische Abwehr ins Laufen und ziehen auch Zeitstrafen.“ Weil Martin Sowa und Nils Rätzel stets gedoppelt wurden, „musste ein anderer Spieler frei sein“, beobachtete Wiese. Genau dieser wurde dann auch immer öfter gefunden.

Calbe konnte zudem das Tem­po zu jeder Zeit hochhalten. „Ich wollte allen Spielern Einsatzzeit geben. Das habe ich auch ge­macht.“ Einen Leistungsabfall brauchte Wiese nicht zu befürch­ten. Ein entscheidender Faktor, denn der HSV „konnte keine Leis­tungsträger von der Bank brin­gen“. Schritt für Schritt konnten sich die Calbenser absetzen und die Gegenwehr der Haldensleber wurde immer geringer, so dass sich die TSG nach der Zwei-Tore-Führung zur Pause noch auf sie­ben Treffer absetzen konnte. „Das waren wichtige zwei Punkte, denn somit bleiben war oben dran“, sagte ein zufriedener Cal­benser Trainer.

 

TSG Calbe: Daniel Bertram, Leon Dobertin – Mathi­as Walther (1), Lucas Marschall (1), Daniel Gieraths (1), Nils Rätzel (1), Vincent Daniel Wuwer (1), Paul Eric Steffen (4), Maximilian Weiß (11 /5), Nils Meyer, Martin Sowa, Felix Kralik (5), Malte Gottschalk (2), Marc Stapf (3), Kevin Reiske (3)

 

Siebenmeter: TSG 5/6 – HSV 3/4

Zeitstrafen: TSG 6 – HSV 2

 

Quelle  Volksstimme 22.01.2024

Fotos  Verein P. Meier

 

Dieser Artikel wurde am 22.Januar 2024 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Männer, Spielberichte abgelegt.


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