19. Dezember 2023

Fulminante neun Minuten

Glanzlos setzten sich die Sachsen-Anhalt-Handballer der TSG Calbe im letzten Spiel des Jahres mit 25:23 (13:13) gegen den BSV 93 Magdeburg durch

von Kevin Sager

CALBE. Im zweiten Durchgang hatte sich Andreas Wiese eine ganz spezielle Taktik ausgedacht. Der BSV 93 Magdeburg wechsel­te stets kräftig durch und brachte so immer wieder jüngere Spieler. Also wies der Calbenser Coach seine Mannschaft an, die erfah­renen Spieler zu decken, so dass die „jungen Wil­den“ Lösungen finden mussten gegen die Ab­wehr der Saalestädter. Dabei half auch eine Manndeckung gegen Till Wagner. Den Landeshaupt­städtern gingen in dieser Phase der Partie dadurch die Optionen aus. Das nutzte Calbe und fuhr schlussendlich einen 25:23 (13:13)-Heimsieg im letzten Spiel des Jahres ein.

Auch wenn die Partie erfolg­reich bestritten werden konnte, verlief sie nicht nach den Vorstel­lungen von Calbes Coach Wiese. .Auch wenn wir gut anfangen mit viel Tempo, leisten wir uns wieder zu viele technische Fehler. Auch in der Deckung geben wir Bälle zu leichtfertig her und ziehen aus diesen Gründen nicht entschei­dend weg“, ärgerte er sich. Zwar lagen die Gastgeber immer in Führung, doch vor der Pause änderte sich das und Magdeburg erzielte den 13:13-Halbzeitstand.

Anschließend ging es weiter hin und her, bis Magdeburg plötz­lich in Führung lag( 15:14,33.). Das veranlasste den Gäste-Coach Sven Liesegang dazu, eine Auszeit zu nehmen, die allerdings nicht den gewünschten Effekt zeigte. Denn Wiese gab seiner Mann­schaft den anfangs erwähnten Plan mit auf den Weg. Bis zum 16:16 nach 41 Minuten blieb es spannend – das änderte sich in den kommenden neun Minuten. Die Deckung der Calbenser arbei­tete gut, Magdeburg warf viel aus dem Rückraum und fand in TSG- Schlussmann Leon Dobertin, der im zweiten Durchgang zwischen den Pfosten stand, seinen Meister. Vier Würfe in Serie vereitelte der Keeper, zudem warf John Bade über den Kasten. Die Gegenzüge der Saalestädter saßen, so dass nach fulminanten neun Minuten ein 22:16 auf der Anzeigetafel der Hegersporthalle aufblitzte.

Wer allerdings damit rechnete, dass das die Vorentscheidung war, hatte sich geirrt Magdeburg such­te nun mit dem Mut der Verzweif­lung sein Heil in der Offensive und verkürzte Schritt für Schritt Der Vorsprung schmolz auf zwei Tore zusammen, so dass sich Wiese acht Sekunden vor dem Ende zu einem ungewöhnlichen Schritt ge­zwungen sah und die Auszeit nahm. „Das ist nicht meine Art und sieht auch nicht schön aus. Aber wir hatten in dieser Saison schon andere Situationen, wo uns so ein knappes Ergebnis noch um die Ohren geflogen ist“ entschuldigte er sich schon fast Am Ende reichte es für die zwei Punkte, auch wenn Wiese festhielt „Das war kein schö­nes Spiel“. Den Fans war es egal, die abschließend zusammen mit der Mannschaft feierten.

TSG Calbe: Daniel Bertram, Leon Dobertin – Mathi­as Walther, Lucas Marschall (1), Daniel Gieraths, Nils Rätzel (1), Maximilian Kralik(1), Vincent Daniel Wuwer(5), Paul Eric Steffen (3), Tony Maynicke, Nils Meyer, Martin Sowa (2), Felix Kralik (2), Malte Gott­schalk, Marc Stapf (4), Kevin Reiske(6/3)

Siebenmeter: TSG 3/4- BSV 93 1/3

Zeitstrafen: TSG 3 – BSV 93 4

 

Quelle Volksstimme 18.12.2023

Dieser Artikel wurde am 19.Dezember 2023 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Männer, Spielberichte abgelegt.


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