5. Februar 2024

Erlösung in Durchgang zwei

Die Sachsen-Anhalt-Liga-Handballer der TSG Calbe lösen die Aufgabe im Heimspiel gegen den HC Burgenland II am Ende souverän und gewinnen mit 34:27 (15:14)

von KEVIN SAGER

CALBE. Peter Weiß zählt nicht zur Sorte Trainer, die das Lob nur auf einzelne Akteure verteilen. Nach der Sachsen-Anhalt-Liga-Partie gegen den HC Burgenland II blieb dem Interimscoach der TSG Calbe aber nichts anderes übrig: „Wir haben nur mit zwei gelernten Rückraumspielern agiert Lucas Marschall und Paul Eric Steffen haben ihre Aufgabe super gelöst und das gemacht was trainiert wurde. Daher haben sie sich das Lob redlich verdient“, sagte Weiß, der den terminlich verhinderten Andreas Wiese an der Seitenlinie vertrat Am Ende waren es auch die beiden genannten Spieler, die maßgeblichen Erfolg am 34:27 (15:14)-Sieg der Saale-Handballer hatten.

„Zum Glück hat Andreas Wiese, (Anm. d. Red.) die erste Halbzeit nicht gesehen“, musste auch Weiß schmunzeln. Denn Calbe fand schwer in die Partie. Das lag aber auch daran, dass der HC Burgen­land II die Gastgeber vor große Herausforderungen stellte. Die Abstimmung zwischen Deckung und Torhüter lief alles andere als wunschgemäß. So rutschten im­mer wieder Bälle durch die De­ckung ins Netz. Das sorgte außer für reichlich Frust auch dafür, dass zur Pause nur ein minimaler Vorsprung auf der Anzeigetafel der Hegersporthalle aufleuchte­te. „Auch unsere Chancenver­wertung war nicht optimal“, stell­te Weiß fest.

Brustlöser erfolgt Mitte der zweiten Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel entwi­ckelte sich allerdings ein anderes Spiel. Zwar stand es nach 33 Mi­nuten noch 16:16, doch plötzlich sprang der Funke bei den Calbensern über. Woher dieser kam, konnte Weiß nicht abschließend klären, hatte aber ein paar Lö­sungsansätze parat: .Wir haben den Torwart gewechselt. Daniel Bertram konnte direkt ein paar freie Würfe halten und hat der Mannschaft damit Sicherheit ge­geben.“

Zudem zeigte sich die TSG vor dem gegnerischen Kas­ten zielsicherer als noch im ers­ten Durchgang. „Wir kommen zu­sehends in unser schnelles Spiel und lösen viele Situationen in Kleingruppen“ freute sich Weiß, der eine Art „Erlösung“ bei seiner Sieben spürte. Sechs Treffer in Se­rie ließen den Vorsprung auf 22:16 anwachsen. Es war der Wendepunkt in der Partie, denn danach verwalteten die Gastge­ber den Vorsprung clever und si­cherten sich so die zwei Punkte – „zum Glück“, wie Weiß erleichtert festhalten durfte.

Nun geht es für die Saalestäd­ter aber erst einmal in die anste­hende Spielpause, um ausrei­chend Kraft zu tanken, denn durch den am Ende doch noch deutlichen Sieg bliebt Calbe erster Verfolger von Spitzenreiter Oebisfelde. Zum Gipfeltreffen der beiden Schwergewichte kommt es dann am Sonnabend, 17. Fe­bruar, um 18.30 Uhr.

TSG Calbe: Daniel Bertram, Leon Dobertin – Mathias Walther (1), Luca Nicholas Koch (1/1), Lucas Mar­schall (6), Nils Rätzel (2), Vincent Daniel Wuwer, Paul Eric Steffen (2), Maximilian Weiß (8), Nils Meyer (4), Martin Sowa (2), Felix Kralik (3), Malte Gottschalk, Marc Stapf, Kevin Reiske (5/3)

Siebenmeter. TSG 4/4 – HCB I11/1

Zeitstrafen: TSG 2 – HCB II4

Rote Karte (o.B.): Martin Sowa (51., TSG Calbe)

 

Quelle Volksstimme 05.02.2024

 

 

Dieser Artikel wurde am 05.Februar 2024 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Männer, Spielberichte abgelegt.


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