Zwei Punkte für das Selbstvertrauen
TSG Calbe dominiert Topspiel gegen die SG Spergau
Von Tobias Zschäpe
CALBE. Die Mannschaft unterstrich seine Worte über 60 Minuten eindrucksvoll. Entsprechend zufrieden konnte Maximilian Weiß nach dem 34:27 (15:14) seiner TSG Calbe im Topspiel der Handball-Oberliga gegen die SG Spergau sein. „Es war ein verdienter Sieg, so kann man es nennen. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Partie kippen könnte“, betonte der Trainer der Gastgeber nach Abpfiff.
Nur kurz kränkelte das TSG Spiel mit Anlaufschwierigkeiten im Angriff. Als diese spätestens Mitte der ersten Halbzeit dann aber immer besser unter Kontrolle bekommen wurden, dominierten die Hausherren in der gut gefüllten Hegerhalle das Duell. Insbesondere gegen die Eins-gegen-eins-Aktionen von Paul Steffen fanden die Spergauer, bei denen allerdings auch drei Leistungsträger fehlten, keine Lösungen. „Das war unsere Waffe im ganzen Spiel. Später hat dann auch Tim Wiebe immer mehr Verantwortung übernommen, gerade im Angriff. Seine Entscheidung im Wurf oder Pass am Kreis — das war schon ziemlich gut“, lobte Weiß. Gerade in Verbindung mit „Kampfschwein Daniel Gieraths“ auf der anderen Halbposition hatte die SG nur wenig entgegenzusetzen, zumal auch das Torhüterduell klar an die Gastgeber ging.
Diesmal entschied sich Weiß, beiden Keepern je eine Halbzeit zu geben. Leon Dobertin sorgte vor der Pause in Zusammenarbeit mit seinen Vorderleuten für einen sicher stehenden Defensivverbund, Tino Soutschek kam für die zweiten 30 Minuten auf die Platte. „Beide haben es mir Gott sei Dank mit starken Paraden gedankt“, schmunzelte Weiß, der nicht müde wird zu betonen, für wie stark er sein Torwart-Duo hält. „Zwischen den Pfosten war das ein ganz klarer Sieg für und“, hielt der Trainer nach Abpfiff fest.
Doch von der ersten bis zur letzten Minute dominierst du ein Topteam wie Spergau nicht, das war auch Calbes Trainer klar. Gerade das Kreisspiel der Gäste machte den Hausherren hin und wieder Probleme. Nicht immer bekamen sie dieses verteidigt. „Aber wenn man von sechs Angreifern fünf so unter Kontrolle hat, den kann mal einer freigehen. Die stehen nicht umsonst da, wo sie stehen in der Tabelle“, zollte Weiß dem Gegner Respekt.
Letztlich waren die Calbenser sich ihres Sieges so sicher, dass sie zwischenzeitlich den einen oder anderen neuen Spielzug unter Wettkampfbedingungen ausprobierten. Dass Weiß sich ausgerechnet im Topspiel entschied, diese „Experimente“ durchzuführen, wie er es nannte, zeigt, dass er sich über die kompletten 60 Minuten des Sieges sicher war. Zwar kam Spergau dadurch etwas näher heran, aber „wenn man in der Abwehr so stark arbeitet, dann kann man vorne mal ein bisschen was vergeben. Das ist dann nicht schlimm“, so Weiß.
Abschließend richtete er noch Genesungswünsche an Spergaus wohl schwerer verletzten Spieler. „Wir konnten nicht viel dafür und so schwere Verletzungen gehören leider auch zum Handball dazu, aber wir wünschen ihm auf jeden Fall gute Besserung“, betonte Calbes Trainer
Anschließend richtete er den Blick bereits nach vorne, denn am kommenden Wochenende steht das Kreisduell gegen Rot-Weiss Staßfurt II auf dem Programm. „Wir sind alle sehr glücklich über den Heimsieg in einer vollen Halle. Die zwei Punkte waren sehr wichtig fürs Selbstvertrauen – und mit Blick auf das Derby.“
Calbe: Dobertin, Soutschek- Marschall, Gieraths (5), Rätzel, Mark (1), Ritscher, Steffen (6), Borzucki (1), Wuwer (4), Wiebe (11), Sowa (5), Kralik(1),
Siebenmeter. Calbe 5/8 – Spergau 5/5
Zeitstrafen: Calbe 5 – Spergau 5
Quelle Volksstimme 17.02.2026
Dieser Artikel wurde am 17.Februar 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Männer, Spielberichte abgelegt.









