Wir haben die nächste Runde erreicht, darüber können wir uns freuen
HVSA-Pokal, Achtelfinale, Frauen, SV Oebisfelde – TSG Calbe 28:42 (12:21)
Von Tilman Treue
Oebisfelde/Calbe. Nach ihrem 42:28 (21:12)-Auswärtssieg in Oebisfelde stehen die Handballerinnen der TSG Calbe im Viertelfinale des HVSA-Pokals. Statt des erwartet schweren Duells gegen den Oberliga-Tabellenführer bekamen es die Saalestädterinnen allerdings mit der Reserve zu tun, die aktuell auf Platz 2 der Bezirksoberliga Nord steht. Entsprechend schwer fiel es Trainer Frank Falke im Anschluss auch, den Sieg zu bewerten. „Wir haben die nächste Runde erreicht, darüber können wir uns freuen“, umschrieb er knapp, sein Pokalhunger für’s erste gestillt.
Die TSG-Frauen kamen hervorragend in die Partie und glänzten mit einer hochkonzentrierten Abwehrarbeit. „Diese Gegenwehr in der Deckung, die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, das hat was mit dem Gegner gemacht“, zeigte sich Falke zufrieden, zumal die resultierenden Ballgewinne ohne viel Zögern in Tore umgemünzt wurden. So stand es schnell 7:1 (7.) und die Saalestädterinnen, deren Selbstvertrauen mit jedem gelungenen Angriff wuchs, hatten das Spiel in allen Belangen sicher in der Hand. „Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass das, was wir in den ersten Minuten gesehen haben, über 60 Minuten getragen wird“, ordnete der Trainer ein, war mit dem weiteren Verlauf aber dennoch nicht hundertprozentig zufrieden. Besonders die abnehmende Chancenverwertung verhinderte, dass sich die TSG weiter absetzen konnte. Lange Zeit blieb es bei fünf bis sechs Toren Vorsprung und erst kurz vor der Pause legten die Gäste angetrieben von den Paraden ihrer Torfrau Josephin Hecker auf 21:12 vor.
Nach dem Wechsel erhöhte Calbe schnell auf 26:13 (37.) und hatte die Partie damit im Grunde entschieden. „Wir hatten heute die Möglichkeit, allen lange Spielzeiten zu geben und das bewusst auch unter Wettkampfbedingungen zu tun“, betonte Falke, der munter auf den Positionen rotieren ließ. Oebisfelde hatte keiner Konstellation etwas Wirksames entgegenzusetzen, nutzte aber bis zum Schluss Fehler und unkonzentrierte Zuspiele der TSG-Sieben für eigene Konter aus und begrenzte so den Rückstand, der zwischenzeitlich bis auf 17 Tore wuchs (23:40, 56.), immerhin ein wenig. Vor diesem Hintergrund wäre aus Sicht der Gäste sogar noch mehr dringewesen.
„Wir hätten es uns anders gewünscht“, resümierte der Trainer, „aber wir nehmen dennoch heute viel für uns mit.“ So schwingen in seiner Auswertung zwei Seiten mit: Die Freude, eine Pokalrunde weiter zu sein, aber auch das Wissen, dass einige Reserve gerade mit Blick auf den unterklassigen Gegner und die sich daraus ergebenen Möglichkeiten unerschöpft blieben. „Da waren einige Phasen dabei, da fehlte mir einfach die absolute Überzeugung“, appellierte er erneut an das Selbstbewusstsein seines Teams, das nun gespannt auf die Auslosung der nächsten Runde wartet und bereits mit dem Halbfinale liebäugelt.
TSG Calbe: Josephin Hecker – Svenja Eitze, Romy Engelmann (3), Merle Feilhaber (3), Michelle Feilhaber (6), Fritzi Herzig (2), Lilly Kauffmann (2/2), Lisa Schmidt (2), Greta Sroka (10), Kristin Sroka (10/3), Pauline Urban (4)
Siebenmeter: Oebisfelde 5/4 – Calbe 5/5
Zeitstrafen: Oebsifelde 3 – Calbe 3
Dieser Artikel wurde am 18.Oktober 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Frauen, Spielberichte abgelegt.








