Oberliga-Handballerinnen in Dänemark,
Von Tilman Treue
Aabenraa/Calbe. Auf internationales Terrain wagte sich die weibliche B-Jugend der TSG Calbe am langen Pfingstwochenende. Die Oberliga-Handballerinnen reisten zum Sønderjyske Håndbold Cup in der Region Aabenraa, an dem 114 Teams aus Dänemark, Schweden, der Schweiz, den Niederlanden und Deutschland teilnahmen, und kehrten mit unvergesslichen Erlebnissen zurück. „Wir konnten auf jeden Fall viel mitnehmen und das Turnier hat uns gezeigt, wie wichtig Zusammenarbeit sowohl in der Abwehr als auch im Angriff ist“, waren sich die Spielerinnen im Anschluss einig.

In der Vorrunde bewiesen die Saalestädterinnen eindrucksvoll, wie sie sich erfolgreich auf unbekannte Gegner einstellen und sich in Spiele regelrecht hineinarbeiten konnten. Der Punktgewinn gegen Vlug en Lenig 2 und der Last-Minute-Sieg gegen Bützfleth/Drochtersen aus Niedersachsen sorgten auf und der neben der Platte für die erste Euphorie. Das Team agierte mit viel Geduld und Überblick im Angriff sowie einer immer besser abgestimmten Abwehr und sicherte sich damit die drei wichtigen Punkte. Im letzten Spiel des Tages wartete dann mit VOC Amsterdam ein ganz anderes Kaliber, spielen die Niederländerinnen, die mit einem Auswahlteam angereist waren, doch auf Nationalniveau. „Bereits bei der Erwärmung war klar, dass sie uns nicht nur eine Liga überlegen waren“, stellte TSG-Trainerin Michelle Feilhaber fest und zeigte sich beeindruckt vom anschließenden Auftritt ihres Teams. „Da war von Angst nichts zu spüren. Die Mädels haben die Aufgabe angenommen und vor allem in der Abwehr unglaublich stark gekämpft. Gerade dieser Kampfgeist gegen überlegene Gegner macht jetzt schon Lust auf die nächste Saison“, blickte sie bereits voraus.
Mit bester Stimmung ging es dann am nächsten Tag in die Zwischenrunde der Gruppenzweiten und der Schwung reichte aus, um die HSG Herzhorn (Schleswig-Holstein) in allen Belangen zu dominieren. Mit viel Spielfreude und breit verteilten Einsatzzeiten fuhr das Team die nächsten wichtigen Punkte ein. Keine Zähler gab es hingegen gegen die starken Niederländerinnen vom HV Aalsmeer, wobei sich auch hier zeigte, dass die Calbenserinnen den Kampf annahmen und in der kräftezehrende Partie bis zum Ende durchzogen. Die Kraft war es dann auch, die im letzten Spiel gegen den HV Roef Tribut zollte. Zwar hielt die TSG zu Beginn gut mit, musste die athletisch stärkeren Niederländerinnen dann aber doch ziehen lassen. „Das Turnier war ein sehr tolles und spannendes Erlebnis, bei dem wir alle gemerkt haben, das unsere Abwehr besser und auch teils aggressiver geworden ist“, resümierte Kreisspielerin Merle Feilhaber, „die lustigen Momente bleiben natürlich am meisten in Erinnerung, aber auch die Spiele gegen die besonders schwierigen Gegner, in denen wir aber gut gegengehalten haben.“
Mit dem Ergebnis ist auch die Trainerin hochzufrieden: „Wir sind 10. von 25 Teams geworden und nach dem HSC Hannover das zweitbeste deutsche Team in der B-Jugend, das macht uns unglaublich stolz.“ Ebenso betonte sie das wunderbare Miteinander: „Wir haben tolle Momente auch neben dem Handballspielen gesammelt und die Mannschaft hat sich als Ganzes weiterentwickelt.“ So wurde ein neuer Spruch choreografiert, im Sonnenuntergang am Strand Pizza gegessen sowie die gemeinsame Zeit zwischen den Spielen und in der Unterkunft in vollen Zügen genossen.
Ergebnisse:
Vorrunde: TSG Calbe – Vlug en Lenig 2 11:11, HSG Bützfleth/Drochtersen 12:14, VOC Amsterdam – TSG Calbe 16:5
Zwischenrunde: HSG Herzhorn – TSG Calbe 8:17, TSG Calbe – HV Aalsmeer 7:17
Spiel um Platz 9: TSG Calbe – HV Roef 4:10
TSG Calbe: Grit Lichtenfeld – Leni Dobertin, Collien Enderling, Merle Feilhaber, Mia Fürtig, Sarah Hartmann, Lia Herold, Lilly Kauffmann, Kiki Lorenz, Luisa Lorenz, Mara Schmidt, Jenny Täubert

Dieser Artikel wurde am 28.Mai 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Nachwuchs, Spielberichte abgelegt.








