Taktischer Coup nährt Hoffnung
TSG Frauen feiert wichtigen 26:21 Derbysieg gegen Lok Schönebeck und ist nun wieder mittendrin im Kampf um die Meisterschaft, weil die Konkurrenz patzt.
von Maria Kurth
CALBE. Es gibt Wochenenden, da passt einfach alles. Aus Sicht der TSG Calbe war das vergangene so eins. Nicht etwa, weil die Sonne schien und sich der Frühling selbstbewusst ankündigte. Sondern, weil in der Handball-Oberliga der Frauen aus Sicht der TSG so ziemlich alles nach Plan lief – und es sogar noch eine dankbare Überraschung gab. Denn: Neben dem eigenen 26:21 (13:12)-Derbysieg gegen Lok Schönebeck patzte überraschend der SV Oebisfelde in Westeregeln (25:26). „Durch die überraschende Niederlage ist die Meisterschaft wieder völlig offen, so dass die zwei Punkte im Derby gleich doppelt wiegen“, sagte Stefanie Beyer, Trainerin der TSG Calbe.
Außerdem war der Derbysieg auch als Reaktion auf den schwachen Auftritt in der Vorwoche zu werten, als die TSG gegen Oebisfelde ebenfalls zuhause noch eine schmerzliche Pleite gegen den direkten Konkurrenten einstecken musste (23:24).
Großen Anteil daran, dass hinter der TSG das perfekte Wochenende liegt und die Hoffnungen auf die Meisterschaft wieder Nahrung erhalten haben, hatte ein taktischer Coup von Beyer.
Die Trainerin stellte auf eine 5:1-Abwehr um. So konnte Vivien Goldgraebe von Lok immer wieder erfolgreich aus dem Spiel genommen werden. Das Resultat waren wichtige Ballgewinne für Calbe. „Gewonnen haben wir das Spiel hauptsächlich in der Abwehr. Dadurch konnten wir die Angriffe deutlich abschwächen und selbst Bälle gewinnen“, sagte Beyer. In den ersten 30 Minuten hatten die Schönebeckerinnen im Angriff noch gute Lösungen parat, so dass sich eine Partie auf Augenhöhe entwickelte. Über die Stationen 5:5 und 9:11 konnte sich kein Team entscheidend absetzen.
„Gewonnen haben wir das Spiel hauptsächlich in der Abwehr“
Stefanie Beyer Trainerin TSG Calbe

Sicher vom Punkt
Das gelang den Gastgeberinnen erst nach dem Seitenwechsel. Neben einer stabilen Abwehr war es vor allem Daisy Richter, die in dieser wichtigen Phase die Nerven behielt und vom Siebenmeterpunkt die Führung für ihr Team weiter ausbaute. So auch in der 43. Minute, als sie das 19:15 markierte und Calbe damit erstmals mit vier Toren in Führung warf. Über die Zwischenstände 22:18 (50.) und 24:20 (54.) verteidigten die TSG-Frauen ihren Vorsprung und durften sich am Ende über die „Big Points“ im Derby freuen. „Auch nach vorn war diesmal mehr Tempo und Struktur im Spiel. Man hat den Mädels auch, angemerkt, dass sie eine Reaktion zeigen wollten und es auch getan haben“, sagte Beyer. .Wir sind glücklich über den Sieg und die Leistungssteigerung zur Vorwoche.“
Dank der zwei Punkte im Derby und der gleichzeitigen Niederlage von Oebisfelde rangiert Calbe nun mit 26:8 Zählern wieder auf Rang zwei in der Handball-Oberliga.
Das könnte sich am kommenden Wochenende schon ändern oder anders ausgedrückt: Der kommende Spieltag könnte aus Sicht der TSG noch schöner werden. Während die Beyer-Sieben auswärts bei der SG Kühnau als klarer Favorit gilt, reist Tabellenführer Jessener SV nach Oebisfelde und benötigt im Fall eines TSG- Erfolgs unbedingt einen Sieg, um den Platz der Sonne zu behalten.
Calbe: Hecker, Bergunde, Knauff- Schachner (1), Dasbach, Prokop (1), Richter (7/6), Sroka (5), Pajung (1), Feilhaber (7), Sroka (2), Beyer (2), Uelsmann
7-Meter: Calbe 8/6 – Schönebeck 5/4
2-Minuten: Calbe 5 – Schönebeck 4
Quelle Volksstimme 25.03.2025
Fotos Verein P. Meier
Dieser Artikel wurde am 25.März 2025 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Frauen, Spielberichte abgelegt.














