10. März 2026

Schmerzliche Niederlage kassiert

Oberliga, Frauen, TSG Calbe – Post SV Magdeburg 27:33 (13:15)

Calbe/TTR. Frank Falke, Trainer der Oberliga-Handballerinnen der TSG Calbe, nannte die 27:33 (13:15)-Niederlage gegen den Post SV Magdeburg in erster Linie „schmerzlich“. Vor allem die Art und Weise wurmte ihn: „Wir haben in der Schlussphase in wenigen Minuten das weggewischt, was wir uns in 45 Minuten erarbeitet haben, und das Spiel schon vor dem Ende aufgegeben.“ Das führte dazu, dass die lange offene Begegnung für viele Augen am Ende zu deutlich an die Gäste ging.

Nachdem die Saalestädterinnen eine einzige Partie, ausgerechnet die gegen den Kreisnachbar Lok Schönebeck, kampflos absagen mussten, hat sich die Personalsituation mittlerweile wieder entspannt. Pia Grabitzki kehrte ins Tor zurück und bewies sich in wichtigen Phase als starker Rückhalt für ihr Team.

Die Gäste aus Magdeburg starteten mit hohem Tempo und viel Druck auf die Abwehr, wobei Calbe lange brauchte, um seine Reihen zu schließen und den Gegner zu stellen. Geduldig arbeitete sich das Team in die Partie hinein und hatte beim 7:7 (14.) durch Jolina Wolke den Ausgleich geschafft. Tatsächlich ging der Lauf sogar noch weiter und mit schnellen Angriffen stand fünf Minuten später das 10:7 an der Tafel. In dieser Phase lief alles nach Plan, doch der Faden riss, als der Post SV mit drei schnellen Toren seinerseits wieder ausglich. Die erfahrenen Gegnerinnen lauerten nur so auf Calbenser Fehler und nutzten sie konsequent aus. Folgerichtig ging es mit einem 13:15-Rückstand und reichlich Frust über vergebene Chancen in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel blieb es beim intensiven Duell und im Grunde bot sich immer dasselbe Bild: Calbe kämpfte sich mit viel Kraft und Einsatz zum Ausgleich, Post legte mit schnellen Toren wieder vor. Bis zum 22:22 (47.) war alles gut, doch dann schwand auf TSG-Seiten plötzlich der Blick auf das Ziel. „Ich kann das nicht begreifen, dass wir so früh einfach aufgegeben haben“, zeigte sich der Trainer nach dem Spiel ratlos, „wir machen uns in wenigen Minuten die ganze Arbeit der Dreiviertelstunde davor kaputt.“ Mit zwei Auszeiten versuchte er gegenzusteuern, doch die Gäste schalteten und walteten bis zum 24:31 (56.) fast nach Belieben und verbuchten die beiden Punkte schließlich für sich.

„Gerade diese letzten Minuten haben so viel Strahlkraft, in diesem Fall negative“, ärgerte sich Falke, der in seinem Resümee auch immer wieder die positiven Seiten betont. „Wir hatten heute die sicherlich eingespielteste Mannschaft der Oberliga zu Gast, die vor allem in der Beobachtung unwahrscheinlich gut ist“, urteilte er, „und diesem Team haben wir lange Paroli geboten. Unsere Grundeinstellung hat doch gestimmt und wir können auch nicht sagen, dass wir keine Möglichkeiten hatten.“ Und doch fehlte erneut die Belohnung.

„Das wirft uns jetzt nicht um und ich denke, wir können wieder einiges daraus lernen“, unterstrich Falke abschließend und richtete den Blick nach vorn auf die Entwicklung des Teams.

TSG Calbe: Pia Grabitzki, Josephin Hecker, Sophie Sens – Svenja Eitze, Romy Engelmann, Michelle Feilhaber (10), Lisa Heinrich, Fritzi Herzig, Daisy Richter (1/1), Lisa Schmidt (4), Greta Sroka (3), Kristin Sroka (4), Pauline Urban (2), Jolina Wolke (3)

Siebenmeter: Calbe 2/1 – Post Magdeburg 4/2

Zeitstrafen: Calbe 2 – Post Magdeburg keine

Dieser Artikel wurde am 10.März 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Frauen, Spielberichte abgelegt.


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