Nah dran an der Sensation
TSG Calbe verliert Spitzenspiel bei Tabellenführer SV Grün-Weiß Wittenberg mit 26:32 (13:17), verkauft sich aber vor allem in der Anfangsphase teuer.
WITTENBERG. Auch wenn das Spitzenspiel gegen Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz in der Handball-Oberliga am Ende verloren ging, war die TSG Calbe am Sonntagabend doch irgendwie Gewinner.
Und das lag vor allem daran, dass die Sälzländet beim Blick auf die Zuschauerränge feststellen mussten: Wir haben die besten Fans. „Die Unterstützung war einfach fantastisch, dafür wollen wir uns nochmal bedanken“, sagte TSG-Trainer Maximilian Weiß. „Wenn man bedenkt, wie lang der Anfahrtsweg war und was unsere Anhänger da auf sich genommen haben, um uns zu unterstützen.“
Genau genommen waren es mehr als 70 Kilometer, die Calbes Fans zurücklegten. Aber eben auch das Team von Weiß. Und diese kräfteraubende Reise in Kombination mit dem aktuell doch recht kompakten Kader der
TSG war dann am Ende auch ein Faktor, der gegen die ganz große Sensation sprach.
Dabei sah es zu Beginn noch so aus, als könnte Calbe dem Ligaprimus aus Wittenberg tatsächlich die erste Niederlage zufügen. „Bis zur 20. Minute waren wir wirklich dran an der Sensation“ so Weiß. „Danach gingen uns leider ganz schön die Kräfte aus.“
Starke 20 Minuten
Über die Stationen 5:3 (9.) und 7:5 (14.) konnten die Salzländer ihre Zwei-Tore-Führung sogar behaupten. Doch je mehr Pascal Beyer, der Torjäger des Spitzenreiters, in Spiellaune kainr’desto durchschlagskräftiger agierten die Hausherren. So legten die Wittenberger ab der 20. Minute einen Gang mehr im Angriff ein und zogen zum 12:9 davon (25.).
„Nach der Pause hat uns dann die nötige Kraft ein wenig gefehlt“, so Weiß. Unkonzentriertheiten im Abschluss und das immer wieder aggressive Anlaufen der Gastgeber im Angriff sorgten für die 20:16-Fiihrung nach 38 Minuten. Diesen Vorsprung gaben die Gastgeber bis zum Ende nicht mehr ab und sorgten über die Stationen 26:22 (51.) und 31:24 (27.) für klare Verhältnisse.
„Es hat dann einfach nicht gereicht. Am Ende fällt das Ergebnis jedoch vielleicht ein, zwei Tore zu deutlich aus“, sagte Weiß. „Gleichzeitig kann man Wittenberg gratulieren.“ Mit der Traum-Bilanz von 44:0 Punkten in der bisherigen Spielzeit steuern die Griin- Weißen aus dem Osten des Landes bislang auf eine perfekte Saison zu.
Für Calbe wird es nun darum gehen, Rang zwei in der Tabelle zu sichern, denn dicht hinter der TSG lauert der HC Burgenland II und die SG Spergau. Ein Sieg am kommenden Sonnabend gegen die SG Kühnau ist also Pflicht.
Ein großer Pluspunkt im Saisonendspurt dürfte der Fakt sein, dass die TSG Calbe drei ihrer vier letzten Saisonspiele in heimischer Halle bestreitet. Da die eigenen Anhänger dort noch lauter sein dürften, spricht also viel für einen äußerst versöhnlichen Saisonausklang nach einer bereits jetzt starken Saison.
Calbe: Bertram, Dobertin – Walther, Marschall (4), Gieraths (2), Rätzel, Ritscher (3), Steffen (6), Sowa (2), Kralik (4), Reiske (5)
7-Meter: GWW 4/3 Calbe 3/3
2-Minuten: GWW 4 Calbe 5

Quelle Volksstimme 01.04.2025
Dieser Artikel wurde am 02.April 2025 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Männer, Spielberichte abgelegt. (aktualisiert: 02.April 2025)








