19. Januar 2026

Nach harter Arbeit erfolgreich

Oberliga, Frauen, TSG Calbe – TSV Niederndodeleben II 35:27 (17:14)

Von Tilman Treue

Calbe. „Das sieht zwar deutlich aus, aber es war 60 Minuten harte Arbeit“, resümierte TSG-Trainer Frank Falke den 35:27 (17:14)-Erfolg der Calbenser Oberliga-Handballerinnen gegen den Tabellennachbarn TSV Niederndodeleben II und ergänzte, „ich bin im allgemeinen wahnsinnig stolz auf die Frauen und die Entwicklung, die sie zeigen.“ Insbesondere im Mannschaftsspiel bewiesen die Saalestädterinnen, wie sie in der Zwischenzeit als Team gewachsen sind. „Jeder ist für den anderen gegangen, auch wenn es auf einzelnen Positionen mal nicht gut lief“, so der Coach.

Die TSG kam gut in die Partie und konnte ihr Spiel von Beginn an aufziehen. Die Gäste konterten mit einer sehr offensiven Abwehr und nahmen Calbe damit früh den Schwung. „Nach einer Auszeit ist das Spiel ohne Ball aber erheblich besser geworden“, beobachtete Falke, „allerdings fehlte uns dann wiederum der Tiefendruck.“ Da auch Torhüterin Josephin Hecker in dieser Phase bei der Vielzahl zentraler Würfe kaum eine Hand an den Ball bekam, blieb es an der Anzeigetafel zunächst ausgeglichen (12:11, 21.).

Nach dem Wechsel legten die Saalestädterinnen dann bis auf 21:14 (35.) auf und spielten sich in eine kleine Euphorie. „Wir haben das Heft des Handelns in die Hand genommen und hatten jetzt auch unwahrscheinlichen Rückhalt im Tor“, erkannte der Coach an, räumte aber ein, „es gab dann Momente, wo wir uns mit Blick auf die klare Führung ein bisschen verrannt und den Überblick verloren haben.“ So verkürzten die erfahrenen Niederndodeleberinnen erneut auf drei Tore (20:23, 42.) und machten deutlich, dass sie die Punkte noch längst nicht aufgegeben hatten. Doch Calbe fing sich wieder, baute sich an vielen „Lichtblicken“, wie es Falke nannte, auf. „Da waren die erfolgreichen Torwart-Aktionen, eine gute Blockstellung, der Ball, der gut nach vorne lief – davon haben wir uns immer mehr tragen lassen“, zählt er auf. Der Vorsprung wuchs wieder an und in der Schlussphase bekamen auch die jüngeren Spielerinnen Anteile. „Wir sind in der Gesamtheit noch nicht so weit, dass wir Positionen 1-zu-1 ergänzen können, aber die Richtung stimmt. Dass dann auch mal Fehler passieren, ist völlig normal, denn daraus lernen die Spielerininnen und entwickeln sich weiter“, sagte er.

Mit dem Sieg gegen Niederndodeleben II brachten die TSG-Frauen ihr Punktekonto erstmals in dieser Saison ins Positive und haben sich im Mittelfeld sicher etabliert. „Wir haben heute den besseren Part erwischt und verdient gewonnen“, ordnete Falke ein und lobte einmal mehr die große Geschlossenheit der Mannschaft, die das im Training Angesprochene angenommen, umgesetzt und sich mit zwei Punkten belohnt hat.

TSG Calbe: Josephin Hecker – Svenja Eitze (1), Romy Engelmann, Michelle Feilhaber (8), Lisa Heinrich (1), Fritzi Herzig (1), Elisa Mennecke, Daisy Richter (1), Lisa Schmidt, Greta Sroka (9), Kristin Sroka (10/3), Pauline Urban (2), Jolina Wolke (2)

Siebenmeter: Calbe 3/3 – Niederndodeleben II 4/2

Zeitstrafen: Calbe 3 – Niederndodeleben II 2

Dieser Artikel wurde am 19.Januar 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Frauen, Spielberichte abgelegt.


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