6. Oktober 2026

Eine Halbzeit wie im Rausch

Ein überragender Leon Dobertin vernagelt in der ersten Halbzeit förmlich seinen kasten und gibt der TSG Calbe die Sicherheit für den Kantersieg gegen Spergau.

Von Tobias Zschäpe

CALBE. Wer in‘ der ersten Halbzeit auf die Anzeigetafel in der Hegersporthalle schaute, rieb sich verwundert die Augen. 7:0, 12:1, 17:3 – mit jeder Minute mirde der Vorsprung der Gastgeber größer. „Auch wir waren tatsächlich von der ersten Halbzeit überrascht. Ich hatte nach dem Spiel kurz Kontakt zum Spergauer Trainer und er sagte, dass ihm acht Mann — und oft wichtige Hauptakteure fehlen. Das ist schwer zu kompensieren“, ordnete Enrico Lampe, der Trainer der TSG Calbe, den 41:21 (22:5) Kantersieg seines Teams in der Handball-Oberliga ein.

Schon die ersten Minuten gaben den Calbensern den nötigen Rückhalt für den weiteren Spielverlauf. „Die gesamte erste Halbzeit war es eine überragende Torhüterleistung von Leon (Dobertin, Anm. d. Red.), die dazu geführt hat, dass unser Tor in den ersten 15 Minuten förmlich vernagelt war. Das hat uns dann verdammt \iel Sicherheit gegeben und uns ins Laufen gebracht“, beobachtete Lampe.

Doch nicht nur, dass die Saalestädter hinten wenige Tore bekamen. Aufbauend auf die zahlreiChen Paraden von Dobertin ging es schnell wieder nach vorne im 1:0Gegenstoß. Da offensiv genauso wie defensiv passte, schlugen die Gastgeber frühzeitig den richtigen Weg in Richtung zwei Punkte ein. Vermutlich hätten die Spergauer sich mit weniger personellen Sorgen noch mehr zur Wehr setzen können, „aber wir konnten jetzt nur die Leute bespielen, die da waren. Ich dehke, dass das nicht das Leistungsvermögen ist, was Spergau abrufen kann und da drücken wir die Daumen, dass es schnell wieder anders ausschaut und schnell wieder mehr Leute auf der Platte stehen. Aber auch dieses Spiel muss erst mal absolviert und in dieser Form angenommen werden. Wir waren von der ersten Minute da und haben das dann versucht, 60 Minuten genau so mit viel Tempo weiterzuspielen“, lobte Lampe den seriösen Auftritt seiner Mannschaft.

Gerade einmal fünf Gegentreffer ließen die Calbenser vor der Pause zu. Dass es nach dem Seitenwechsel dann doch ein paar mehr mrrden, war angesichts der längst gefallenen Vorentscheidung wenig überraschend. „Das ist dann xerständlicherweise schwer, in dem Moment die Spannung hochzuhalten und sich dem Spiel nicht einfach hinzugeben. Das haben wir gut gelöst in meinen ‚Augen, denn das hätte auch grundsätzlich anders laufen können“, wollte Lampe nicht zu hart mit seiner Sieben ins Gericht gehen.

Diese bot zwar kein fehlerfreies Spiel und der Coach sah noch Potenzial und Luft nach oben. Allerdings war auch weiterhin die Bereitschaft zu erkennen, in der Abwehr zu arbeiten, sich gegnerische Ballverluste zu erarbeiten und anschließend bis zum Schlusspfiff schnell in den Gegenstoß zu gehen. „Nach der Quote, die Leon in der ersten Halbzeit hatte, war es schwer, diese auch in der zweiten Halbzeit zu halten. Von daher war davon auszugehen, dass das eine oder andere Tor auch für Spergau Rillt“, so der TSG-Trainer, der seinen Spielern insgesamt wenig vorzuwerfen hatte. „Chapeau vor der Mannschaft, Chapeau vor der Mannschaftsleistung. Wir haben vielen Spielern Anteile geben können und die haben alle ihre Zeit genutzt. Das war wichtig.“

Mit jetzt 4:6 Punkten kletterten die Calbenser auf Tabellenplatz acht. Weiter geht es für sie erst am 31. Oktober mit dem nächsten Heimspiel gegen Wernigerode.

Calbe: Lucas Marschall (1), Daniel Gieraths, Nils Rätzel (2), Lieven Rach (8), Julian Bartels, Vincent Daniel Wuwer (1), Tm Webe (5), Nils Meyer (7), Martin Sowa, Maximilian Weiß (9/6), Felix Kralik (4), Leon Dobertin, Kevin Reiske (4)

Spergau: Christopher Nötzel (4), Jan Germershausen (5), Christofer Rohde (1), Cornelius Lange (5), Jan Guretzky, Jonathan Weske, Tobias Gerberding (1), Bilal Shagluf, Bertram Fischer, Jan Modrzynski, Hugo Münchhausen (2), Jonas Hassenmeier (3), Benjamin Herfurth, Matej Konsel

Siebenmeter: TSG 6/8 – Spergau 0/4

Zeitstrafen: TSG 1 – Spergau 2

 

Quelle Volksstimme 05.10.2026

Dieser Artikel wurde am 06.Oktober 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Männer, Spielberichte abgelegt. (aktualisiert: 06.Oktober 2026)


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