Spannungsabfall ohne Folgen
TSG Calbe besiegt Post SV Magdeburg klar mit 35:24 (19:10)
Einen deutlichen 35:24 (19:10)-Auswärtserfolg feierten die Sachsen-Anhalt- Liga-Handballer der TSG Calbe beim Schlusslicht Post SV Magdeburg. Torhüter Stefan Wiederhold beendet seine Karriere also mit einem guten Gewissen.
Von Kevin Säger Magdeburg/Calbe • Eine große Party mit allen in der Landeshauptstadt gab es im Anschluss allerdings nicht. Diesmal war es eher ein stiller Abschied für den TSG-Schlussmann. Doch ganz ohne Trubel kam Stefan Wiederhold dann doch nicht davon. Zusammen mit den Gästefans, den Schiedsrichtern Sebastian Adler und Jessica Kirsten und den Spielern vom Post SV Magdeburg gab es ein Erinnerungsfoto. „Großen Respekt an die Magdeburger, dass sie es mitgemacht haben. Das ist nicht selbstverständlich“, so Andreas Wiese, Trainer des Sachsen- Anhalt-Ligisten TSG Calbe nach dem 35:24 (19:10)-Erfolg. „Ansonsten haben wir uns alle anschließend in verschiedene Richtungen verabschiedet“, sagte Wiese mit Blick auf den Urlaub einiger.

Die Erholung begann allerdings schon etwas früher, denn große Gegenwehr mussten die Calbenser nicht brechen. Bereits nach zwölf Minuten lagen die Gäste mit 9 ‘2 in Führung. „Wir haben gleich mit ordentlich Tempo losgelegt und standen gut in der Deckung. So haben wir Magdeburg zu Fehlern gezwungen“, beobachtete Wiese. Mit dem schnellen Handball waren die Magdeburger phasenweise überfordert, konnten nur zuschauen. Neun Tore betrug der Vorsprung dann zur Pause.
„Nach den Wechseln haben wir einen Spannungsabfall“, monierte Wiese. So recht Kapital konnten die Gastgeber allerdings nicht daraus schlagen. „Wir passen uns dann dem Spielniveau der Magdeburger ab. Man muss aber lobend hervorheben, dass sich Post nie aufgegeben hat“, so der TSG- Coach. Näher als auf neun Tore kamen die Magdeburger aber nie mehr heran. Das lag auch daran, dass Calbe „wieder die Kurve bekommen hat“. So geriet der klare Auswärtssieg zu keiner Zeit in Gefahr.
Einen weiteren positiven Effekt hatte das Spiel der TSG Calbe zudem. Die Zuspiele landeten zumeist auf Linksaußen, wo Maximilian Weiß der Adressat war. „So konnte er noch etwas für seine Spitzenposition in der Torschützenliste machen“, sagte Wiese im Nachgang. 14 Treffer gingen auf das Konto des Calbensers.

Mit 214 Toren in 23 Spielen ist Weiß nun auch kaum noch vom ersten Platz zu verdrängen. Christoph Frank vom HSV Haldensleben steht bei 189 Treffern und kann noch ein Spiel absolvieren.
TSG Calbe: Stefan Wiederhold, Daniel Bertram – Mathias Walther (3), Ronny Krause (3), Nils Rätzel (3), Maximilian Weiß (14/3), Nils Meyer (3), Felix Kralik (3), Marc Stapf (4), Kevin Relske (2)
Siebenmeter: Post MD 3/4 – Calbe 3/4
Zeitstrafen: Post MD 4 – Calbe keine
Quelle Volksstimme 07.06.2022
Dieser Artikel wurde am 07.Juni 2022 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Männer, Spielberichte abgelegt. (aktualisiert: 07.Juni 2022)




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