Schwere Verletzung überschattet Sieg
Calbe schlägt den HC Burgenland II deutlich mit 37:31.
Von Tobias Zschäpe
CALBE. Es hätte ein perfekter Tag werden können für die Calbenser Handballer – und rein ergebnis – technisch mag man auch meinen, dass der 37:31 (19:14)-Heimsieg in Glinde gegen den HC BurgenÂland II genau da war. Doch der kleine Schritt der TSG zurück in Oberliga-Titelrennen brachte einen großen Wermut tropfen mit sich. Kevin Reiske verletzte sich so schwer am Arm, da für ihn voraussichtlieh die gesamte restliche Saison gelaufen ist. „Der Arm und der Ellbogen insbesonÂdere sahen schon ziemlich scheiÂße aus „, brachte es Calbes Trainer Maximilian Weiß auf den Punkt.
„Wäre die Verletzung von KeÂvin nicht, wären wir alle deutlich glücklicher mit der Situation. So fällt die Freude deutlich verhaltener aus, auch wenn es natürlich ein sehr wichtiger Sieg für uns war“, fügte Weiß an. „Wir müssen jetzt abwarten, wie wir auf den Ausfall in den kommenden WoÂchen reagieren“.
Nach Anpfiff sah zunächst alÂles nach einem gelungenen „Schicksalsspiel“ aus. Calbe stellte eine starke Abwehr, auch wenn sich da im ausgeglicheÂnen Spielstand zunächst noch nicht zeigte. Im Angriff zeigten sich zudem Lucas Marschall, Tim Wiebe und Paul Steffen eiskalt beim Abschluss, so dass „wir sie gefühlt von Beginn an dominieren“, lobte der Trainer.
Weiß machte aber auch keinen Hehl daraus, da der frühzeitige Ausfall von Kenny Dober in die Karten spielte, der nach einem „ungünstigen Kontakt“ mit der TSG-Abwehr, so Weiß, nicht weiÂter spielen konnte. Dober kam vorÂher nur einmal zum Torerfolg und rutschte in der ligaweiten TorjäÂgerliste auf Rang drei ab.
Dieser Vorteil schlug sich in den Minuten vor der Pause dann auch erstmal im Ergebnis nieder, so dass die Calbenser beim HalbÂzeitpfiff auf fünf Tore enteilt waÂren. Die Ansprache in der Kabine war damit klar: so weitermachen wie bisher, dann gehören die zwei Punkte der TSG. Doch obwohl die Saalestädter motiviert in die zweiÂten 30 Minuten gingen, verloren sie auf der Platte mit WiederanÂpfiff völlig den Faden.
Der zwischenzeitliche Sechs – Tore-Vorsprung (21:15, 32.) schmolz zusammen wie ein Schneemann im Juli. „Wir verlieÂren völlig den Kopf, so dass es ab der 40. Minute zu einem Kampfspiel wurde“ erinnert ich Weiß.
Dennoch gab es auch nach der Pause Lichtblicke. „Christoph Borzucki macht von Rechtsaußen ein gutes Spiel und war auch eiskalt vom Siebenmeter-Strich. BeiÂde Außen wurden von uns ins Spiel gebracht. Zudem führt LuÂcas zusammen mit Paul wieder clever Regie, und dass KreisläuferÂspiel mit Martin Sowa im Angriff war super“, zählt der Trainer auf.
Unglücklich verlief diese Phase hingegen für Leon Dobertin im Tor. Er zeigte zwar noch einmal ein, zwei Paraden, war allerdings auch oft mit den Fingerspitzen am Ball, ohne diesen abwehren zu können. „Er hatte da einfach ein bisschen Pech, weshalb ich in den letzten zehn Minuten dann noch einmal mit Tino Soutschek einen neuen Impuls setzen wollte. Wir haben da das Luxusproblem, da wir zwei Torhüter haben, die in anderen Vereinen locker Stammspielen könnten. In meinen AuÂgen sind die beiden das beste TorÂwart-Duo der Liga“, lobte Weiß einmal mehr seine Keeper.
Beiden gerecht zu werden, fällt da nicht immer leicht. Jedoch zeigte Weiß einmal mehr ein glückliches Händchen bei seinem Wechsel, denn Soutschek hielt in der Schlussphase noch zwei, drei Bälle, die spielentscheidend sein sollten und den Vorsprung wieder anwachsen ließen.
Calbe: Wichmann, Marschall (9), Gieraths (2), Rätzel, Mark (2), Ritscher, Steffen (4), Borzucki (7/2), Wuwer (2), Soutschek, Meyer, Sowa (8), Kralik, Dobertin, Reiske (3)
Burgenland II: Dober (1), Fuhrmann, Bauer (1), Vogt, Röhrborn (3), Haucke (1), Kaßler (9/1), Rothe (1), Aumann (7/3), ZänÂker (6), Tillmann (1), Knoblauch, Krause (1)
Siebenmeter: TSG 2/2 – HCB 11 4/6
Zeitstrafen: TSG 3 – HCB 113 Â RK (o.B.): Daniel Gieraths (42., Calbe)
Quelle Volksstimme 27.01.2026
Dieser Artikel wurde am 27.Januar 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Männer, Spielberichte abgelegt.


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