Pokal-Aus nach klarer Niederlage
HVSA-Pokal: Calbenserinnen unterliegen Niederndodeleben II.
CALBE/PAW. Frank Falke hatte dem Pokalspiel im Vorfeld eine besondere Bedeutung beigemessen. „Man kann in die Seele der Mannschaft schauen“, hatte der Trainer der Oberliga-Handballerinnen der TSG Calbe gesagt und betont, dass gerade diese 60 Minuten ein Gradmesser dafür seien, „wer den Fokus legen und über sich hinaus wachsen kann“. Trotz klar verteilter Favoritenrolle zugunsten des TSV Niederndodeleben II und personeller Sorgen wollte sich die TSG „so teuer wie möglich verkaufen“ und alles in die Waagschale werfen. Auf der Platte gelang das jedoch nur phasenweise. Die Calbenserinnen unterlagen im Halbfinale des HVSA-Poka1s mit 20:30 (11:14) und verpassten damit den Einzug ins Finale.
Die Partie begann aus Sicht der Gäste schwierig. Niederndodeleben setzte früh die Akzente und zog über 2:0 und 4:1 davon. Erst im weiteren Verlauf fand Calbe besser ins Spiel, vor allem Kristin Sroka übernahm im Angriff Verantwortung. Mit mehreren Treffern in Folge – darunter auch sicher verwandelte Siebenmeter – arbeitete sich die TSG zurück und stellte nach gut 16 Minuten den 7:7-Ausgleich her.
Doch die Phase der Stabilität hielt nicht lange an. Direkt im Anschluss nutzten die Gastgeberinnen Unkonzentriertheiten konsequent aus und setzten sich wieder ab. Über 10:7 und 11:7 baute Niederndodeleben den Vorsprung erneut aus und ließ sich auch durch eine Auszeit der Gäste nicht aus dem Rhythmus bringen. Bis zur Pause lag Calbe mit 11:14 zurück.
Nach dem Seitenwechsel blieb die TSG zunächst in Schlagdistanz. Beim 15:12 und 17:13 hielt das Team den Abstand konstant, ohne jedoch entscheidend verkürzen zu können. Mit zunehmender Spielzeit kippte die Partie jedoch endgültig. Niederndodeleben nutzte Ballverluste und Lücken konsequent aus und setzte sich über 21:15 und 24:16 weiter ab. Spätestens beim 27:16 war die Begegnung entschieden.
In der Schlussphase betrieb die TSG noch Ergebniskosmetik, doch am klaren Ausgang änderte das nichts mehr. Niederndodeleben brachte den Vorsprung souverän ins Ziel und sicherte sich mit dem Erfolg den Finaleinzug.

Mit 13 Treffern war Kristin Sroka die erfolgreichste Werferin der TSG und verwandelte alle sechs Siebenmeter sicher. Insgesamt reichte die offensive Ausbeute jedoch nicht aus, um die Gastgeberinnen unter Druck zu setzen.
Am 2. Mail trifft der TSV somit in der Mehrzweckhalle Thale auf den Jessener SV, die mit 41:27 (19:10) gegen den TSV Wefensleben gewannen
TSG Calbe: Hecker, Mennecke, Linkohr, Eitze (2), Engelmann, Richter (2), Sroka,K (13), Herzig, Urban (2), Heinrich, Grabitzki, Schmidt (1).
Quelle Volksstimme 31.03.2026
Dieser Artikel wurde am 31.März 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Frauen, Spielberichte abgelegt.









