Ein Erfolg, der schmeckt
Die TSG Calbe findet im Spiel gegen Biederitz die richtigen Antworten auf die Mentalitätsfrage in Hälfte zwei. Ein Spieler sticht aus der starken Teamleistung heraus.
Von Tobias Zschäpe
BIEDERITZ/CALBE. Ein Esslöffel Tim Mark als stabile Grundlage, eine Prise Lucas Marschall für die besondere Würze, reichlich Teamgeist – und ganz viel Paul Steffen. Mit diesem Erfolgsrezept kamen die Oberliga-Handballer der TSG Calbe am Wochenende zum 34:29 (19:15)-Auswärtssieg beim SV Eiche 05 Biederitz. „Von Paul war das schon ein geiles Spiel, das kann man nicht anders sagen. Erst offensiv und nach der Roten Karte für Daniel Gieraths zu Beginn der zweiten Halbzeit dann auch hinten“, lobte TSG-Trainer Maximilian Weiß. „Eigentlich fällt es mir aber schwer, einen einzelnen Punkt auszumachen, der zum Sieg geführt hat. Unterm Strich war es einfach eine geile Stimmung im Team.“
Kralik standen in der Deckung sicher, sahen allerdings manchmal unglücklich aus gegen ihre kleinen und wendigen Biederitzer Gegenspieler. So sah Kralik kurz vor Ende der ersten Halbzeit bereits seine zweite Zeitstrafe. „Da mussten wir quasi ein bisschen aufpassen, dass er nicht schon frühzeitig rot bekommt, und haben für Halbzeit zwei ein bisschen umgestellt“, blickt Weiß zurück.
Tim Wiebe, Martin Sowa und Nils Rätzel bildeten für die restliche Zeit der ersten Hälfte die Abwehr, ohne dass es zu einem Leistungseinbruch kam. Vier Tore Vorsprung zur Pause spiegelten die Kräfteverhältnisse an diesem Tag bis dahin gut wider.
Durch den Platzverweis für Gieraths und eine kleinere Verletzung von Wiebe waren kurz nach Beginn der zweiten 30 Minuten dann aber bereits wieder Veränderungen nötig, sodass Paul Steffen wie eingangs erwähnt fortan defensiver gefragt war. Eine gewisse Zeit lang merkte man den Gästen aber trotzdem den „mentalen Dämpfer“ an, den die Rote Karte mit sich gebracht hatte.

Weitere Zeitstrafen sorgten zudem dafür, dass Calbe streckenweise nur zu viert auf der Platte stand, was Biederitz zur Aufholjagd nutzte. Bis zur 39. Minute verkürzte der Gastgeber vor 160 Zuschauern auf 20:22, bevor die TSG doch wieder davonziehen konnte.
Eine wichtige „Zutat“ in dieser Phase des Spiels: Tim Mark. „Er hat in der zweiten Halbzeit drei, vier geile Aktionen gemacht. Nicht nur, dass er selber Tore erzielt er macht auch die Zuspiele zum Kreis, die zu Treffern führen. Ich glaube, ihn hatten sie nicht auf dem Schirm“, lobt Weiß. Lucas Marschall überzeugte zudem auf der für ihn ungewohnten Position halbrechts.
Gegen nie aufsteckende Gastgeber setzte sich die Weiß-Sieben doch wieder ein Stück weit ab und kam so zu einem verdienten Auswärtserfolg, wie auch der Biederitzer Verantwortliche Andre Freistedt bestätigte.
„Gerade in der zweiten Halbzeit war es eine reine Mentalitätssache. Wie Paul Steffen als Anführer vorangegangen ist, dass Tim Mark da einspringt, dass Lucas auch geile Aktionen zieht, das macht mich schon stolz. Auch Leon (Dobertin, Anm. d. Red.) hinten im Tor hat das richtig gut gemacht. Wenn die großen Jungs sich hinten aufbäumen, ihre Kräfte spielen lassen, dann wird es tatsächlich fast für jeden extrem schwer, da durchzukommen“, war Weiß nach Spielende voll des Lobes
Anschließend richtete er den Blick bereits auf das kommende Wochenende, denn während die meisten Teams frei haben, sind die Calbenser am Sonnabend im Pokal-Halbfinale ab 18 Uhr beim MTV Weferlingen gefordert
Calbe: Dobertin – Marschall (7/1), Gieraths (3), Rätzel (2), Mark (1 ), Bertram, Steffen (4/2), Borzucki, Wuwer (2), Wiebe (4), Meyer (5), Sowa (4), Kralik (2),
Siebenmeter: SV Eiche 5/5 – TSG 3/6
Zeitstrafen: SV Eiche 2 – TSG 7
RK (O.B.): Daniel Gieraths (37., Calbe)
Quelle Volksstimme 24.03.2026
Dieser Artikel wurde am 24.März 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Männer, Spielberichte abgelegt.









