Ein Arbeitssieg
Oberliga, Frauen, SV Friesen Frankleben – TSG Calbe 26:27 (14:17)
Frankleben/TTR. Der große Jubel blieb bei den Oberliga-Handballerinnen der TSG Calbe trotz des 27:26 (17:14)-Auswärtssiegs in Frankleben aus. Konzentriert und in Gedanken verließen die Spielerinnen die Platte. „Die Emotionen haben von Anfang an gefehlt“, versuchte es Trainer Frank Falke in Worte zu fassen, „Wille und Einsatz waren da, aber der letzte Push im Kopf diesmal nicht.“ Eine Stimmung, die jeder im Team teilte, so dass die Reflexion diesmal direkt mit dem Abpfiff begann.
Zu diesem Zeitpunkt lagen 60 intensive und anstrengende Minuten hinter den Saalestädterinnen. Schwierig auch deswegen, weil es nahezu nicht gelang, eine ordentliche Ballführung zu bekommen. „Dass in der Halle Harzverbot ist, wussten wir, darauf waren wir vorbereitet, aber mit der Zeit wurde der Ball so glatt, dass er vor allem im schnellen Spiel und beim Dribbling kaum zu kontrollieren war“, brachte Falke die fehlende Ballsicherheit zur Sprache. So gingen einige Bälle verloren, obwohl die TSG in der Anfangsphase gut in ihre Laufwege kam. Auch die offensive Abwehr zeigte Wirkung und das Team setzte sich auf 11:7 (17.) ab. Frankleben ließ sich davon nicht beeindrucken und nutzte die Schwachpunkte der Calbenser Abwehr aus. „Im Grunde haben wir im gesamten Spiel keine richtige Bindung in der Abwehr aufbauen können“, analysierte der Trainer die vielen 1-1-Durchbrüche und erfolgreichen Kreisanspiele der Gastgeberinnen.
Nach dem Wechsel blieb Calbe stabil vorn, verpasste es aber, sich auf mehr als fünf Tore abzusetzen und dadurch Sicherheit zu finden. „Wir haben nur phasenweise zu dem Spiel gefunden, was wir wollten“, bemerkte Falke, denn auf gute Abschnitte folgten stets Ballverluste, die den Vorsprung kosteten. Das Spiel wurde zunehmend verkrampft, was noch mehr Energie zog. Als Frankleben dann in der Schlussphase ins Rollen kam und plötzlich alles gelang, war der Anschluss da (24:25, 56.). In seiner letzten Auszeit stellte Calbes Trainer noch einmal um, gab die taktische Richtung vor und das Team behielt unterstützt durch die Torhüter, die im gesamten Spiel in wichtigen Phasen zur Stelle waren, die Nerven und damit die Führung.
„Im Großen und Ganzen sind das zwei wichtige, verdiente Punkte und das sollten wir auch genießen“, resümierte Falke. Auch die Spielerinnen schienen das nach dem Duschen realisiert zu haben und verließen trotz aller Gedanken an die Partie mit einem kleinen Lächeln die Harry-Kaßler-Sporthalle.
TSG Calbe: Pia Grabitzki, Josephin Hecker – Svenja Eitze, Romy Engelmann, Michelle Feilhaber (5), Lisa Heinrich (1), Tabea Linkohr, Daisy Richter (1), Lisa Schmidt (7/3), Greta Sroka (6), Pauline Urban (2), Jolina Wolke (5)
Siebenmeter: Frankleben 5/4 – Calbe 4/3
Zeitstrafen: Frankleben 2 – Calbe 3
Dieser Artikel wurde am 27.Januar 2026 von Dorle Hädecke veröffentlicht und wurde unter Frauen, Spielberichte abgelegt.


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